Ihre Fragen an mich

Wie stehen Sie zum Aiblinger Modell?

Wie stehen Sie zum Aiblinger Modell? Halten Sie es für richtig, dieses Modell lediglich auf Wohnungen zu beschränken? Finden Sie die Ausschlusskriterien sinnvoll gesetzt? Was würden Sie ggf. anpassen wollen?

Das Aiblinger Modell fördert ausschließlich die Bildung von Wohneigentum. Das ist ‚schön’, deckt aber für mich nicht ausreichend Lösungsansätze für dringend notwendigen bezahlbaren Wohnraum ab. Außerdem kann das Aiblinger Modell immer nur dann zum Tragen kommen, wenn Baugrund durch das Handeln der Stadt (Nutzungsänderung von Flächen, Änderungen von gültigen Bebauungsplänen…) eine Wertsteigerung erfährt. Diese Wertsteigerung fordern wir als Stadt dann sozusagen teilweise zurück und geben sie über das Aiblinger Modell an die BürgerInnen weiter. Das Aiblinger Modell ist auf Eigentumswohnungen ausgelegt, auch wenn ich nicht denke, dass es per se Einfamilienhäuser ausschließt. Grundsätzlich wird vielmehr ein Prozentsatz des neu geschaffenen Wohnraums dem Aiblinger Modell ‘zugeordnet’. Da aber möglichst viele Menschen Nutznießer des Aiblinger Modells sein sollen, ist es nachvollziehbar, dass man beispielsweise lieber vier Wohnungen fördert statt zwei Doppelhäuser. Die Ausschlusskriterien haben wir lange erarbeitet und den rechtlichen Rahmen so weit ausgeschöpft, wie es möglich war. Hier gibt es gesetzliche Vorgaben, die wir nicht aushebeln können. Das gemeinsame Ziel aller Fraktionen war, den Vorteil den AiblingerInnen zu Gute kommen zu lassen. Das ist soweit in Ordnung, finde ich. Grundsätzlich aber bin ich der Meinung, dass wir viel mehr die Menschen fördern müssen, für die Wohneigentum außerhalb jeder Reichweite liegt. Dafür ist das Aiblinger Modell nicht geeignet.

Scroll to Top