Ihre Fragen an mich

Was ist mit der Geburtenstation Bad Aibling?

Wie ist Ihre Einstellung zur Geburtenstation Bad Aibling? Setzen Sie sich hierfür auch ein?

Selbstverständlich würde ich mir wünschen, dass unsere Kinder in Aibling geboren werden und als Geburtsort ‘Bad Aibling’ in der Geburtsurkunde steht. Aber noch viel wichtiger ist mir die Sicherheit von Mutter und Kind! Mit meiner Tochter Ronja wurde ich damals als ‘Risikoschwangerschaft’ in Rosenheim betreut. Mein Sohn kam zu Hause auf die Welt. Ich denke, ich kann ganz gut mitreden, wenn es um die verschiedenen Facetten einer Geburt geht.

Die Schließung der Geburtenstation in Bad Aibling hatte keinerlei wirtschaftlichen oder gar strategischen Gründe. Schlicht und ergreifend der Fachkräftemangel zwang die RoMed-Klink zu diesem Schritt. Und das ist ein strukturelles Problem, das sich die Bundesregierung zuschreiben muss.
– Die Zulassungskriterien zum Studium für Gynäkologen und Kinderärzten sind nicht mehr zeitgemäß.
– Wir brauchen mehr Studienplätze.
– Die Höhe der notwendige Versicherung für Belegärzte steht in keinem Verhältnis zur Honorierung von Geburten.
– Die Bezahlung aller Geburtshelfer ist wenig attraktiv für einen Job mit unkalkulierbaren Arbeitszeiten und großer Verantwortung.

Damit in Bad Aibling eine sichere Versorgung von Mutter und Kind gewährleistet werden kann, brauchen wir (egal in welcher Organisationsform) mehr Gynäkologen, mehr Hebammen und vor allem auch mehr Kinderärzte vor Ort!
Eine Verbesserung der Situation ist absolut nicht in Sicht. Leider!
Wenn irgendwann wieder genügend Fachkräfte akquiriert werden können, sind wir bereit: Eine Geburtenstation steht nach wie vor im Bedarfsplan der RoMed-Klinik.

Die Frage, ob ich mich für die Wiedereröffnung der Geburtenstation einsetze, stellt sich gar nicht. Wir haben weder im Rathaus Bad Aibling noch im Landkreis Einflussmöglichkeiten darauf. Ich bin definitiv nicht bereit, wegen eines rein populistischen Wahlkampfthemas der CSU auf diesen Zug aufzuspringen und Erwartungen zu wecken, die nicht erfüllbar sind.
Für die Sicherheit von Mutter und Kind sind mir 10 -14 km Fahrstrecke nach Rosenheim (Geburtenstation mit angeschlossener Pädiatrie) allemal lieber als Experimente und leere Versprechungen.

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