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Kein Bauland im Trinkwasserschutzgebiet!

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Trinkwasserschutz halte ich für enorm wichtig. Im Trinkwasserschutzgebiet im Willinger Süden stehen die Brunnen von Bad Aibling, Kolbermoor und Rosenheim. Für mich lässt der Schutz unserer Trinkwasserschutzgebiete keinerlei Ausnahmen zu – und schon gar nicht für den privaten Bauwunsch einer einzigen Familie. Momentan diskutieren wir im Stadtrat Bad Aibling den privaten Antrag eines Kollegen,  3000 Quadratmeter landwirtschaftliche Fläche am Gartenäckerweg in Bauland umzuwandeln – und das in der Randzone des Trinkwasserschutzgebiet. Dies ist dort laut Trinkwasserschutzverordnung schlicht und ergreifend verboten.  Die geplanten drei Einfamilienhäuser waren wohl den meisten Kollegen der CSU, SPD, ÜWG und Bayernpartei wichtiger, als der Schutz unseres Trinkwassers.

Bauen im Trinkwasserschutzgebiet ist verboten

In Trinkwasserschutzgebieten darf nicht gebaut werden. Das ist nicht nur in Bad Aibling so, sondern wird in bayrischen Landesgesetzen so vorgeschrieben. In den sogenannten Schutzzonen 1 und 2 ist jegliche neue Bebauung oder andere Eingriffe in den Boden verboten. Im aktuellen Fall geht es um eine sogenannte Randfläche der Schutzzone 3 – hier ist die Ausweisung neuen Baulandes untersagt. Ausnahmen können nur genehmigt werden, wenn ein sogenanntes übergeordnetes öffentliches Interesse besteht und nachweislich keine Gefahr zu erwarten ist.  Der Grund muss also wirklich richtig gut sein! Ich finde: Die privaten Interessen einer einzelnen Familie sind nicht ausreichend. Eine Ausnahme vom Verbot zu erwirken – in diesem Fall wäre dies schlichtweg eine Katastrophe!

Meine Forderung: Antrag ablehnen und Trinkwasser schützen

Ich habe nun lange gegen die Ausnahmegenehmigung zur Bebauung in diesem Trinkwasserschutzgebiet gekämpft. Unterstützt wurde ich dabei durch die Rosenheimer Kollegen. Ich bin froh, dass es momentan so aussieht, dass die gewünschte „Ausnahme vom Verbot“ nicht erwirkt werden kann. Für mich ist dieser Fall leider eines der unschönsten Ereignisse meiner bisherigen Stadtratstätigkeit. Schlechte und unterdrückte Kommunikation nach außen, der Schutz unserer Umwelt und unseres Trinkwassers war Vielen völlig unwichtig – und am schlimmsten ist, dass scheinbar die privaten Interessen eines einzelnen Stadtratsmitglieds für viele wichtiger als das Allgemeinwohl sind. Das darf so nicht weitergehen! Der Antrag muss endlich abgelehnt und das Verfahren eingestellt werden.

Mehr zum Thema Bauen im Trinkwasserschutzgebiet in Bad Aibling

Sie können viele weitere Informationen zu diesem unschönen Fall auf der Webseite der Grünen Bad Aibling nachlesen. Hier habe ich bereits viele Informationen, Forderungen und Stellungnahmen dazu veröffentlicht: http://www.gruene-bad-aibling.de/bebauung-im-trinkwasserschutzgebiet/

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